Irland - kulinarische Revolution auf der Grünen Insel!

by in Kürzlich bereist
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Was in Schottland seit Jahrzehnten selbstverständlich ist, muss in Irland erst aufgebaut werden. Die meisten der derzeit ca. 110 aktiven Destillerien in Schottland füllen eigene Malts als Marken ab und verfügen, wenn nicht über ein schickes Visitor Center mit Shop, doch über Verkostungsräume, bieten Führungen an und oft auch Pairings.

Irischer Whisky hingegen war bis vor einigen Jahren das Geschäft weniger großer Firmen, die in industrieller Größenmordnung eigene und Fremdmarken, darunter viele der übernommenen Produzenten, herstellen. Führungen waren und sind bis heute bei Jameson, Kilbeggan, Tullmore etc. Nur in den stillgelegten alten Destillerien (Museen) möglich.

Die neuen Akteure auf dem Irischen Whisky-Markt, deren Whiskies zwar bereits auf dem Markt sind, die aber bis zur Marktreife der eigenen noch vom „B2B“ Vertragspartnern fremddistillieren lassen müssen, haben sich allerdings in Position gebracht. Einige wie die kleine „West Cork“ Distillery füllen bereits aus eigener Herstellung ab, leben aber noch ohne „Fancy Visitor Center“. Andere wie Dublins derzeit einzige produzierende Brennerei „Teelings“ haben von vorn herein auf einen Neubau mit integriertem Besucherzentrum gesetzt, was ein Zeichen für starke Investoren im Hintergrund ist. Andere sind im Kommen, darüber berichte ich in einem anderen Post im September bei meinem nächsten Besuch. Besonders attraktiv sind kleine Brennereien wie die in Dingle, wo in einer großen Halle alle Produktionsschritte auf einer Etage offen nebeneinander liegen -  ein gemütlicher Verkostungsraum gleich daneben. Ganz in der Nähe wird unter dem Label eines berühmten lokalen Antarktis-Forschers Bier gebraut in einer urigen Atmosphäre mit Verkostungsraum als Expoditionshütte gestaltet. Ein paar Orte weiter ist dem Polarpionier ein Restaurant mit B&B gewidmet, und kurz vor Dingle steht in einem kleinen Ort noch immer dessen Original-Pub, den er nach seinen drei Expeditionen öffnete.

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Doch nicht nur Brennereien erleben eine Renaissance in Irland. Die ganze kulinarische Landschaft explodiert förmlich vor Innovationen und neuen Produkten, zum Glück auch im Bereich gastronomischer Erlebnisse und Führungen.

Whisky-Bars mit Raritäten, Brauereien, Farm Food Erlebnisse und Farm-to-Fork Gastronomie schießen wie Pilze aus dem Boden. See Weed Küche erfreut sich unter anderem an der Westküste, dem „Wild Atlantic Was“, größter Beliebtheit. So können Sie im County Kerry selbst bei der Ernte der verschiedenen Seetang-Sorten helfen, bevor es dann ans Kochen und Verspeisen geht.

Craft Beer & Whisky Touren, Pub- oder Food Tours werden in immer mehr Orten angeboten, Food Trails verknüpfen Landschaften wie das noch als Geheimtipp gehandelte Sligo, und Südlich von Dublin in den Wicklow Mountains bietet eine Kochschule unter anderem Irisch Kochen - oder typisch für Männergruppen wie es heisst - ein komplettes Menü auf Guiness-Basis.

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Bei meiner letzten großen Recherche auf deer Insel vor 3 Jahren war von all dem noch kaum etwas zu sehen, dementsprechend erstaunlich ist die Entwicklung, und ist mit den genannten Schätzen noch lange nicht erschöpft.

In unseren neuen Reiseangeboten für Irland - ab Herbst auf unserer Website buchbar - bieten wir eben kulinarischen Genüssen natürlich viele andere kulturelle Attraktionen und Produkte zum Erleben an, von den Tweed-Herstellern bis zu der Fertigung von Bodhrans oder Tin Whistles, historischen und wildromantischen Landschaften wie dem Boyne Valley oder Connemara, bis natürlich zu den neuesten Destillerien und anderen Highlights.

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Guest Tuesday, 23 January 2018