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Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
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| Deutsche benötigen für einen kurzfristigen Aufenthalt in Chile zu Tourismus- und Besuchszwecken kein Visum. |
| Bei der Einreise wird an der Grenze kostenlos eine "Tarjeta de Turismo" (Touristenkarte) ausgestellt, die zu einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt. |
| Die Aufenthaltsdauer kann gegen eine Gebühr von 100 US-Dollar einmalig um 90 Tage verlängert werden. Die Verlängerung muss in Santiago im "Departamento de Extranjería" (Ausländerbehörde), Agustinas 1235, Tel. 02-5502410 bzw. in anderen Regionen bei der jeweiligen "Gobernación Provincial" (Provinzverwaltung) beantragt werden. |
| Wichtig: Die "Tarjeta de Turismo" muss beim Verlassen des Landes zurückgegeben werden. Bei Verlust oder Diebstahl muss vor Ausreise ein Ersatz in der "Policía Internacional" (Gral. Borgoño 10 52) in Santiago bzw. in einer Polizeidienststelle (" Policía de Investigaciones") in den Regionen beantragt werden. |
| Eine minderjährige Person, die ohne Eltern oder Vormund nach Chile einreist, sollte eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mit sich führen, da ihr ansonsten die Einreise verweigert werden kann. Diese - zweckmäßigerweise in spanischer Sprache verfasste - Erklärung muss von einer chilenischen Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat) beglaubigt sein. |
Eine minderjährige Person, die bei Einreise nach Chile von den Erziehungsberechtigten begleitet wird, jedoch nicht in deren Begleitung ausreisen soll, benötigt eine Einverständniserklärung in der oben beschriebenen Form zur Ausreise aus Chile.
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Sicherheitshinweise (Stand 29.08.2006) |
| Nach Angaben chilenischer Stellen wurden im Grenzgebiet zu Peru, Bolivien und den sich anschließenden Grenzregionen zu Argentinien (I. und II. Region), auf Feuerland und verschiedenen kleineren Inseln in der XII. Region sowie in der V. Region (Sector San Antonio Tejas Verdes) während der Militärregierung über hunderttausend Anti-Personen-Minen verlegt, deren Räumung nur langsam vorankommt. Im Küstenbereich in der Nähe von Peru wurden die Minen zum Teil in Strandnähe verlegt bzw. dorthin angeschwemmt. Die Kennzeichnung der Minenfelder ist nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht vorhanden. Reisende sollten sich in diesen Gebieten nur auf befestigten Straßen und Wegen bewegen. |
| Detaillierte Informationen unter |
| www.mineaction.org (? Country Profile ) |
www.icbl.org/lm/2003/chile
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Medizinische Hinweise |
| Stand 29.08.2006 |
| (Unverändert gültig seit: 21.08.2006) |
| Aufgrund immer wieder vorkommenden Erkrankungen nach dem Verzehr von Meeresfrüchten wird empfohlen, möglichst vom Genuss roher Meeresfrüchte abzusehen. |
| Für Reisen auf die Osterinsel wird ein Impfnachweis für Gelbfieber verlangt, falls die betreffende Person aus einem gelbfieberendemischen Gebiet kommt. |
| Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate ggf. auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden. |
| HIV / Aids ist auch in diesem Lande ein Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. |
| Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) können Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele Erkrankungen ganz vermieden werden. Jedenfalls sollte man im Norden nicht in einfachen Hütten übernachten (Chagas-Erkrankung durch Wanzenübertragung). Gelegentlich wird vor der Möglichkeit einer Infektion mit dem Hanta-Virus (Übertragung durch Ratten) gewarnt, die insbesondere in den Regionen VI, VII und VIII bestehen soll. |
| Weitere Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings in sehr unterschiedlicher Gefährdung der Reisenden. |
| Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in großen Städten direkt mit Europa zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen.. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. |
| Clinica Alemana / Deutsche Klinik (ohne Gewähr) |
| Santiago: Av. Vitacura 5951, Telefon 212 97 00 oder 210 11 11, Fax 212 43 80 |
| Valparaíso: Cerro Alegre, Calle Guillermo Munich, Telefon/Fax 032 / 21 79 51 |
| Concepción: Pedro de Valdivia 801, Telefon 041 / 79 60 00, Fax 041 / 79 62 44 |
| Valdivia: Beauchef 765, Telefon 063 / 24 61 00, Fax 063 / 24 62 51 |
| Temuco: Senador Estebanez 645, Telefon 045 / 20 12 01, Fax 045 / 20 10 16 |
| Osorno: Av. Zenteno 1530, Telefon 064 / 26 26 26, Fax 064 / 26 26 27 |
| Puerto Varas: Otto Bader 810, Telefon 065 / 23 23 36, Fax 065 / 23 26 90 |
Allgemeines |
| Chile ist ein gut erschlossenes Reiseland. Mit modernen Überlandbussen sind fast alle Teile des Landes erreichbar. Zugverbindungen gibt es von Santiago aus nur in Richtung Süden (bis Temuco). |
| Reisenden, die in Chile per Auto unterwegs sein wollen, wird empfohlen, einen Internationalen Führerschein mit sich zu führen. Laut Auskunft des chilenischen Außenministeriums gibt es keine rechtliche Grundlage dafür, in Chile als Tourist mit einem deutschen nationalen oder internationalen Führerschein zu fahren; in der Praxis hat dies, soweit dem Auswärtigen Amt bekannt, bisher noch keine Konsequenzen gehabt. |
| Bei der Reiseplanung ist zu beachten, dass man mit einem Mietwagen in der Regel nicht in die angrenzenden Länder fahren darf. |
| Alle gängigen Kreditkarten sind weit verbreitet. Geld sollte man nur in den Wechselstuben tauschen, da die Umtauschkurse der Straßenhändler in der Regel nicht besser sind, das Risiko aber höher ist. US-Dollar werden fast überall getauscht. An Geldautomaten, die in großer Auswahl in ganz Chile vorhanden sind, kann mit Kreditkarten (Eurocard, Visa) oder EC-Karte (mit Maestro-Zeichen und jeweiliger PIN) Bargeld abgehoben werden. |
| Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten ausreichend Reisemittel eingeplant werden. Trinkgelder in Höhe von ca. 10% sind üblich. |
| Der Reisende sollte zumindest über Grundkenntnisse des Spanischen verfügen, da Englisch- und Deutschkenntnisse (außer im Süden des Landes) wenig verbreitet sind. Aufgrund seiner enormen Nord-Süd-Ausdehnung verfügt das Land über eine große geographische und klimatische Vielfalt. Viele Touristen unterschätzen die durch die weiten Entfernungen, das teilweise extreme Klima und plötzliche Wetterumschwünge entstehenden Gefahren. |
| Eine Bergwanderung in den Anden ist keinesfalls mit einer Bergwanderung in den Alpen oder den deutschen Mittelgebirgen zu vergleichen, auch erfahrene Bergsteiger können unbewusst in Lebensgefahr geraten. Um so wichtiger ist eine gründliche Vorbereitung auf derartige Touren, eine gute Ausrüstung und ausreichende Verpflegung. Zusätzliche, durch Wetterumschwung erforderliche Übernachtungen sollten bei der Tourenplanung mitberücksichtigt werden. Wanderungen sollten mit mindestens drei Personen unternommen werden, am besten mit einem ortskundigen Führer. Man sollte sich unbedingt bei den örtlichen Carabineros oder am Eingang des Nationalparks melden und die ungefähre Route sowie die Dauer der Wanderung angeben, um eventuelle Suchaktionen zu erleichtern. |
| In den trockenen Gebieten in Nordchile ist außerdem darauf zu achten, dass stets ausreichend Wasser mitgeführt und getrunken wird. Auch in der Wüste wird es trotz der hohen Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt, was v.a. bei Ausflügen zum Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama zu beachten ist. |
| Vorsicht bei der Besichtigung der Geysire El Tatio, da die Zugangswege unzureichend gesichert sind. |
| Der Lago Chungará an der chilenisch-bolivianischen Grenze liegt auf 4500 m. Von der auf Meereshöhe liegenden Stadt Arica werden Tagesausflüge mit dem Bus dorthin angeboten. Die Höhe, verbunden mit den Anstrengungen der Fahrt, verursacht bei vielen Touristen, v.a. bei älteren Menschen, Höhenkrankheit, die bereits zu Todesfällen geführt hat. Auf langsame Akklimatisation, z.B. durch eine Übernachtung in dem auf halber Höhe gelegenen Ort Putre sollte unbedingt geachtet werden. Bei Auftreten der Höhenkrankheit hilft i.d.R. nur ein Abstieg. |
| Wie schon in den Vorjahren hat die Kriminalität auch im Jahr 2006 weiter zugenommen. In den größeren Städten und Touristenzentren sind Taschendiebstähle weit verbreitet. Überfälle auf Touristen, Einbrüche in Mietwagen u.ä. sind vor allem in den Städten Santiago und Valparaíso/Viña del Mar - keine Seltenheit mehr. Zunehmend wird bei der Verübung von Straftaten auch Gewalt angewendet. Besucher sollten sich zu Fuß möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts bewegen. Der Besuch ärmerer Wohnviertel sollte vermieden werden. |
| Des weiteren besteht auch die Gefahr von Überfällen auf Autofahrer an Kreuzungen in den größeren Städten. Reisende in Mietwagen sollten daher darauf achten, dass die Fenster stets geschlossen und die Türen verriegelt sind. |
| In Busbahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen (auch am Strand!) sollte Gepäck bzw. persönliche Habe nicht unbeaufsichtigt bleiben. Bei Bus- und Metrofahrten innerhalb Santiagos besteht die Gefahr, dass in dem Gedränge Handtaschen oder Rucksäcke unbemerkt aufgeschlitzt werden. |
| Ein Diebstahl des Passes muss bei der nächsten Polizeistation angezeigt werden, da die Vorlage des Polizeiprotokolls Voraussetzung für die Ausstellung eines neuen Passes, bzw. Reiseausweises zur Rückkehr nach Deutschland durch die Botschaft und der Tarjeta de Turismo durch die Policía Internacional ist. Ein neuer Pass kann nur nach Rückfrage der Botschaft bei der örtlich zuständigen Passbehörde in Deutschland ausgestellt werden, wodurch in der Regel eine Bearbeitungsdauer von mehreren Tagen entsteht. Sofern die Rückreise von Chile aus direkt nach Deutschland erfolgt, wird von der Botschaft ein Reiseausweis ausgestellt; die Bearbeitungsdauer beträgt in diesem Fall zwei Tage. |
| Hinweis: Bei geplanter Weiterreise in angrenzende lateinamerikanische Staaten oder die Rückreise über die USA, muss ein vorläufiger Reisepass ausgestellt sowie ggf. ein US-amerikanisches Visum eingeholt werden,. |
| Die Botschaft empfiehlt, Kopien von allen Dokumenten bei sich zu führen,. Führerscheine und Personalausweise können nur in Deutschland von den zuständigen Behörden ausgestellt werden. |
| Chile ist ein erdbebengefährdetes Land. Das letzte schwere Erdbeben in Santiago ereignete sich im Jahr 1985. |