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Kuba
Einreise-Bestimmungen
Sicherheitshinweise
Medizinische Hinweise
Allgemeines

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Eine Einreise nach Kuba zu touristischen Zwecken mit einer Aufenthaltsdauer von 30 Tagen (einmalige Verlängerung um weitere 30 Tage möglich) ist nur mit Visum in Form einer sog. "Touristenkarte" möglich, die zusammen mit dem Reisepass zur Einreise dient. Pauschaltouristen können Touristenkarten über ihr Reisebüro erhalten, Individualtouristen müssen sich vor Einreise an die zuständige kubanische Auslandsvertretung wenden. Bei beabsichtigten längeren Aufenthalten oder solchen zu nicht-touristischen Zwecken ist ein Visum erforderlich, welches bei der kubanischen Auslandsvertretung im Herkunftsland zu beantragen ist. Hierfür ist unter Umständen eine Einladung erforderlich. Die Bearbeitungsdauer kann sich auf mehrere Wochen belaufen. Visa beziehungsweise Touristenkarten werden grundsätzlich nicht an der Grenze ausgestellt; darüber hinaus kontrollieren die Fluggesellschaften vor Abflug aus Deutschland grundsätzlich, ob Visum oder Touristenkarte vorhanden sind und verweigern u.U. die Mitnahme. Der deutsche Kinderausweis wird uneingeschränkt anerkannt. Die Einreise von Kindern bis 16 Jahren, die lediglich im Reisepass mitreisender Eltern eingetragen sind, ist grundsätzlich möglich; das Auswärtige Amt empfiehlt jedoch, dass Kinder, die über 10 Jahre alt sind, generell mit eigenem Kinderausweis reisen. Alle Einreisedokumente müssen bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rückfrage bei der zuständigen kubanischen Auslandvertretung wird daher empfohlen.


Sicherheitshinweise
Länderspezifische Hinweis:
Stand 29.08.2006
(Unverändert gültig seit: 07.08.2006)

In letzter Zeit sind Touristen vermehrt Opfer von Betrügern und Dieben geworden. Es hat in Einzelfällen auch Gewaltverbrechen und Raubüberfälle gegeben.

Die Zahl der aufgebrochenen Koffer an den kubanischen Flughäfen steigt. Daher wird angeregt, wertvolle Gegenstände im Handgepäck mit sich zu führen.

Individualreisenden wird bei Fahrten über Land aus Gründen der Verkehrssicherheit zu besonderer Vorsicht geraten. Nachtfahrten über Land sollten unterbleiben.
Bitte beachten Sie auch den weltweiten Hinweis auf der Länderinfo-Startseite!

Medizinische Hinweise

Stand 29.08.2006 (Unverändert gültig seit: 16.08.2006)

Medizinische Behandlung für Ausländer ist in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Krankenhäusern möglich. Die Kosten können die in Deutschland üblichen übersteigen. Für die Einreise nach Kuba sind keine Impfungen vorgeschrieben. Für alle Reisenden wird ein Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus und Diphtherie empfohlen. Für einen Langzeitaufenthalt werden auch Impfungen gegen Hepatitis B und Typhus angeraten. Malaria kommt in Kuba nicht vor. Allerdings treten durch tagaktive Mücken übertragene Dengue- Virusinfektionen in ganz Kuba immer wieder vermehrt auf, insbesondere in den Regenmonaten. Die kubanischen Behörden machen keine Angaben über die Zahl der Erkrankungen, sind jedoch bemüht, durch Sprühen, Beseitigen von Abfällen, Reinigen von Grundstücken, etc. die Zahl der Überträgermücken zu reduzieren.

Es empfiehlt sich ganztägig ein Schutz gegen Mückenstiche, z. B. die Verwendung von Moskitoabwehrmitteln zum Auftragen auf die Haut, körperbedeckender Kleidung und Moskitonetzen.

Sollte während oder kurz nach einem Kuba-Aufenthalt Fieber auftreten, ist ein sofortiger Arztbesuch, vorzugsweise bei einem Tropenmediziner, unter Hinweis auf eine mögliche Dengue-Erkrankung anzuraten.

HIV-Infektionen kommen auch in Kuba vor. Bei Reisebekanntschaften sollte dieses Infektionsrisiko bedacht werden.


Allgemeines
Kuba befindet sich in einer schwierigen Wirtschaftslage. Die Auslandsschulden und der Devisenmangel sind hoch. Fast alle Kubaner verdienen ihr Gehalt in der sog. Moneda nacional, der nicht-konvertiblen Landeswährung, mit der der Lebensunterhalt nur zum kleineren Teil bestritten werden kann. Viele, auch elementare Produkte und Dienstleistungen sind nur für den „peso convertible“ (CUC) erhältlich – zu Preisen, die oft den europäischen entsprechen oder sogar noch höher liegen. Das verfügbare Durchschnittseinkommen eines Kubaners beträgt umgerecht ca. 14,-- Euro.

Die Kubaner sind ganz überwiegend freundliche, gebildete und trotz der schwierigen Lebensumstände auch lebensfrohe Menschen. Sie können hier, insb. wenn Sie des Spanischen mächtig sind, persönlich sehr bereichernde Bekanntschaften machen und Freundschaften fürs Leben schließen. Es kommt aber trotzdem immer wieder zu Versuchen, die vermeintliche Naivität ausländischer Touristen für den eigenen Vorteil auszunützen. Darauf sollte man vorbereitet sein.

Kuba ist kein Rechtsstaat. Das Land wird beherrscht von einer kommunistischen Einheitspartei. Es gibt keine Gewaltenteilung. Grundlegende Menschenrechte werden nicht beachtet. Menschenrechtsaktivisten und Dissidenten werden nicht nur im Alltagsleben diskriminiert, sondern häufig mit drakonischen Strafen verfolgt. Die Haftbedingungen sind hart, oft unmenschlich. Die Präsenz des Sicherheits- und Nachrichtendienstes des Staates ist allgegenwärtig. Glücklicherweise kommen Touristen nur im Ausnahmefall in Konflikt mit dem Staatsapparat.

Folgende Hinweise und Verhaltensregeln sollten Sie beachten:

* Kuba befindet sich in der hurrikangefährdeten Zone der Karibik (Hurrikan-Saison von Juni bis November)
* Im Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba immer noch vergleichsweise sicher. In letzter Zeit werden aber auch auf Kuba Touristen zunehmend Opfer von Eigentumsdelikten und von Körperverletzung, in seltenen Fällen auch von Gewaltverbrechen, denen jedoch mit verstärktem Einsatz von Polizei und Sicherheitskräften vorgebeugt werden soll. Die Sicherheitslage in Kuba erfordert daher vor allem für Individualreisende ähnliche Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region.
* Kubaner bedürfen für jegliche Art privater Geschäfte einer Genehmigung der kubanischen Behörden. Vor Unterbringung in Privathaushalten sollten Sie grundsätzlich nach der erforderlichen behördlichen Genehmigung fragen, da sonst für beide Teile (Gastgeber und Gast) Schwierigkeiten mit der Polizei zu befürchten sind.
* Für Rundreisen im Lande kommen für den Auslandstouristen in erster Linie organisierte Bustouren, aber auch Mietwagen in Betracht, wobei Busfahrten hinsichtlich Verkehrssicherheit und Benzinversorgung weniger problematisch sind. Für Autofahrten ist höchste Wachsamkeit erforderlich. In letzter Zeit haben sich eine Reihe von teilweise schweren Unfällen mit Personenschaden ereignet, an denen ausländische Fahrer beteiligt waren. In solchen Fällen ist mit langer Ausreisesperre, evtl. auch Untersuchungshaft zu rechnen.; Insbesondere wenn Personen verletzt oder getötet wurden, werden gegen ausländische Fahrer drakonische Haftstrafen verhängt. Erhöhte Gefahren im Straßenverkehr resultieren aus schlechtem Straßenzustand, unvorhersehbarem Fahrverhalten sowie technischen Unzulänglichkeiten (keine Beleuchtung, Bremsversagen etc.), auf die besonders auch bei der Anmietung von Mietwagen geachtet werden sollte. Tankstellen sind außerhalb der Großstädte selten und haben manchmal kein Benzin. Kubaner verständigen sich im Straßenverkehr z. T. durch ein System von Handzeichen, die für Ausländer zunächst nicht verständlich sind. Nachtfahrten über Land sollten wegen der schlechten Straßenverhältnisse, unbeleuchteter Fahrzeuge (wie Fahrradfahrer und Pferdefuhrwerke), Fußgänger und Vieh auf der Fahrbahn unbedingt vermieden werden.
* Kuba leidet. aufgrund technischer Probleme unter gravierenden Stromengpässen. Um Strom zu sparen, werden vor allem außerhalb der touristischen Zentren Stromabschaltungen (wichtig für Individualreisende!) vorgenommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung und Kommunikation führen kann.
* Fotografieren Sie keine militärischen Einrichtungen und offizielle Fahrzeugkolonnen und respektieren Sie. Militäreinrichtungen (Sperrgebiete und Gebäude). Nicht alle militärischen Einrichtungen bzw. Sperrgebiete auf Kuba sind eingezäunt oder als solche deutlich erkennbar. Anweisungen bzw. Aufforderungen des Wach- und Sicherheitspersonals sollte unbedingt gefolgt werden.
* Zahlungsmittel: Seit dem 08. November 2004 wird in Kuba der US-Dollar nicht mehr als Zahlungsmittel anerkannt.
Das übliche Zahlungsmittel ist der „peso convertible“. Touristen können Euros von allen kubanischen Banken zum geltenden Wechselkurs in konvertible Pesos eintauschen. Da beim Tausch von US-Dollars 10% Kommission einbehalten wird, ist es ratsam Bargeld in Euro mitzubringen. Nicht benutzte „pesos convertibles“ können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Lediglich in Varadero und anderen Tourismusgebieten wurde der Euro bereits als offizielles Zahlungsmittel eingeführt und kann auch nur dort genutzt werden. Dies soll in Zukunft noch ausgeweitet werden. Ein Erwerb der Landeswährung (moneda nacional, also nichtkonvertible Pesos) ist nicht erforderlich. Darüber hinaus ist die Ein- und Ausfuhr von Pesos verboten. Wegen des US-Embargos gibt es keinen Zahlungsverkehr zwischen Kuba und den USA. Die Kreditkarten (Visa, Eurocard/Mastercard) deutscher Bankinstitute werden – gegen erhebliche Abschläge - i.d.R. in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert, nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express; Diners Club) und nicht diejenigen deutscher Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute (z.B. Citibank).
* Scheckkarten (EC/Maestro) werden in Kuba nirgends angenommen.
Als Alternative bzw. zusätzlich zu Kreditkarten und Euro-Bargeld sollten Euro- Reiseschecks (nicht American Express!) mitgeführt werden. Inzwischen kann Bargeld auch in einigen Bankfilialen (z.B. der Banco Financiero Internacional oder der Banco Metropolitano) am Bankautomat gezogen werden. Bargeld (Euro, möglichst in kleiner Stückelung) sollte auf mehrere Stellen verteilt mitgeführt werden. Dabei sollten verschiedene Möglichkeiten, wie Brustbeutel, Geldgürtel, Geldbörse usw. genutzt werden.
* Wichtige Dokumente (Pass mit Visum beziehungsweise Touristenkarte, Führerschein, Adressenlisten und Telefonnummernlisten) sollten auch in Kopie und getrennt vom Original mitgeführt werden. Ausländer müssen immer in der Lage sein, sich auszuweisen (Passkopie genügt).
* Ferner sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Kubaner, mit denen Sie während Ihres Aufenthalts in Kontakt kommen, viel eher als Sie dem Zugriff des Staatsapparats ausgesetzt sind. Für den kubanischen Staat ist der Tourismus in erster Linie eine Deviseneinnahmequelle, kein Instrument der Völkerfreundschaft. Kontaktmöglichkeiten zwischen Touristen und Kubanern werden im Rahmen des Möglichen beschnitten. Für die Mitarbeiter der Tourismuswirtschaft werden Verhaltensvorschriften erlassen.


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